In Mitteleuropa sinken die Temperaturen, für einige beginnt die "Süßwasser-taucherische" Winterpause... und steigt das Interesse am Urlaub in wärmeren Gefilden. Etwa bei einer Tauchsafari auf einem Tauchboot. Ein, zwei Wochen Bootstauchgänge heisst jeden Tag einen neuen Tauchplatz zu erreichen- aber auch jeden Tag die gleiche Crew zu behalten... ohne Ausweichmöglichkeit. Wodurch die Ausbildung und das Sicherheitsbewusstsein der Crew sowie der technische Zustand des Schiffs und der Notfallausrüstung stärker in das Bewusstsein der Taucher rücken sollten als sowieso anzuraten.

In der Ausbildung wird euch nahe gelegt, bei Safaris nicht nur auf den Luxus zu achten, den ein Schiff bietet. Für schöne und sichere Tauchgänge wichtiger ist der technische Zustand. Ihr solltet daher frühzeitig in Erfahrung bringen, wo sich der Notfallkoffer befindet- vorausgesetzt, dass er existiert... und ob die Sauerstoffflasche noch gefüllt ist. Beim Zusammenbau der Ausrüstung solltet ihr eure Flasche leicht aufdrehen und an der Luft riechen; wenn der Kompressor die Luft aus den Bootsabgasen in die Flasche gedrückt hat, macht beim Tauchgang auf Grund von sich einstellender Übelkeit und Kopfschmerzen die schönste Unterwasserwelt keinen Spaß.

Was passieren kann, wenn bei der Auswahl des Bootes mehr Wert auf die Optik gelegt wird als auf die Sicherheit, lässt sich beispielsweise in einem Artikel auf Spiegel Online nachlesen: "Wenn sich das Fünf-Sterne-Schiff als Seelenverkäufer entpuppt". Um die Sicherheit für alle Taucher nachhaltig zu erhöhen dürfte es nur einen Weg geben: fragt vor der Buchung nach dem technischen Standard des Bootes. Wählt bei mehreren verfügbaren Booten das mit der besten Sicherheitsausrüstung- nicht das mit dem sprudelnsten Whirlpool. Und sagt dem Reiseveranstalter, warum ihr euch für ein bestimmtes Boot enscheidet.


- zurück zu Artikel -