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Trotz der ersten Schwierigkeiten (wieviel Blei brauche ich eigentlich?, wie tauche ich vernünftig in der Gruppe ab?) sowie dem kurzfristigen Verlust einer Bleitasche verlief der erste Tauchgang als gelungener Auftakt zu vielen weiteren. Wieder an Deck wurde direkt eine Tradition eingeführt: „Jeder Spot wird besprungen“ oder wir springen vom Sonnendeck ins Wasser (selbstverständlich nicht ohne sich vorher abgemeldet zu haben und sichergestellt zu haben, dass keine Schildkröte im Wasser ist, der man auf den Kopf zu springen droht. ;))

Langsam stellt sich eine gewisse Routine ein: Frühstücken, um 8:00 abgeholt werden zum Tauchen (selbst nach deutschen Maßstäben waren wir eigentlich immer pünktlich), auf's Schiff, anrödeln, tauchen, ausruhen, mittags lecker auf dem Schiff essen, ausruhen, wieder tauchen und gegen 17:00 Uhr waren wir meistens zurück. Abendessen um 19:00 Uhr (das Nachtischbuffet war so ausgezeichnet, dass wir schließlich einen „Schlummerteller“ zusammenstellten (Leckereien vom Buffet, schön geteilt, damit es auch für alle hinterher in der Shisha-Bar reicht). Die Bar lag direkt am Strand, hatte Sitzkissen im Sand und lud zum Chillen ein.

Damit das Dekobier nicht so einsam ist, trat der Schlummerteller in Aktion. In der ersten Woche waren wir jeweils von Land aus unterwegs, zunächst an den Innenriffen, dann waren auch 3 Tauchgänge möglich und anschließend auch an den Außenriffen. Da hier die Fahrt jeweils länger war, blieb es normalerweise bei 2 Tauchgängen. Mitte der ersten Woche waren einige von uns zu faul für den mittleren Tauchgang und bevorzugten die Ruhepause an Deck.

Bis der Ruf ‚Delphine’ erschallte - also nichts wie ab ins Wasser zu den Säugern! Wir kamen ihnen sehr nah und zwar für relativ lange Zeit bevor diese wunderbaren Kreaturen abtauchen, geradewegs auf unsere gerade zurückkommenden Tauchkollegen zu.
Weitere Höhepunkte der ersten Woche waren das Tauchen an der ‚Salem Express’, eine 1991 gesunkene großen Fähre, die schon sehr schön bewachsen ist und wo wir auch einen Anglerfisch bewundern konnten sowie am gleichen Abend der Nachttauchgang, der für uns Tauchküken eine Premiere war. Darüber hinaus machten wir nähere Bekanntschaft mit Titandrückern. Diese sind zwar sehr schön anzuschauen aber doch mit Vorsicht zu genießen, zumindest wenn Sie zu zweit sind und sich um Nachwuchs kümmern.

Dann verteidigen sie ihr trichterförmiges Revier gegen alle Eindringlinge und mit ihren starken Kiefern sowie den großen Eckzähnen, die normalerweise Muscheln und Krebse knacken, kann das für ahnungslose Taucher dann mal eng werden. Auf dem Hinweg kam der Drückerfisch unseren Tauchguides (die ihrer jeweiligen Gruppe voraus tauchten) jeweils sehr nahe und nur durch Ausweichen ließ sich der „Kontakt“ vermeiden. Auf dem Rückweg waren wir dann gewarnt und schlugen einen Bogen um die Stelle, bis auf Einen von uns, der vor sich hinträumte. Leider reagierte er auf gar nichts, keine Zeichen, kein Klopfen… glücklicherweise ging es auch so gut aus. Bei der Rückkehr in den Hafen wurde jeweils das „Einparkmanöver“ des Bootes mit Spannung beobachtet: An der Mole war eigentlich viel zu wenig Platz; Es gab einen Rempler links, einen Rempler rechts, viel Palaver und hinterher war immer alles bestens.

Viel zu schnell war die erste Woche vorrüber und wir mußten Klaus und David verabschieden, für die der Urlaub schon vorbei war. Während wir Übrigen einen halben Tauchtag auf See erlebten, mußten unsere neuankommenden 5 Kollegen in der Tauchbasis bzw. am Strand ausharren. Nachmittags ging es dann auf die „Diamond Safaga“ unser „Heim“ für die folgende Woche. Die Kajüten waren schnell verteilt, die Sachen wurden verstaut, letzte Landgänge fanden statt (Für einige wurde dies zu einem Minimarathon, da man kurz vor der Rückkehr zum Schiff beschloss doch noch auf ein Bier, einen Cocktail in eine lokale Kneipe zu gehen, die leider genau entgegengesetzt lag. Aber nett war es).

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