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Auch an Bord stellte sich Routine ein: tauchen, essen, schlafen in jeder Reihenfolge bringt es auf den Punkt. Kurz nach dem Wecken um 5:30 schallte Ullis Ruf durchs Schiff und es fanden sich dann zumeist alle, mehr oder weniger wach an Deck ein zum ersten Briefing des Tages. Aufstehen vor dem Aufwachen geht offensichtlich auch! Nach dem ersten Tauchgang gab es Frühstück, ausruhen, 2. Tauchgang vor Mittag, essen, ausruhen, Nachmittagstauchgang, Kaffee und Kuchen (oder Obst, leckere Shakes...), ausruhen, Nachttauchgang (um 18:30 wurde es schon dunkel) und hinterher Abendessen und Ausruhen, gern mit Dekobier an Deck.

Freischwimmende Muränen sahen wir überraschenderweise auch tagsüber häufig. Samstags begegnete uns ein etwa 2 m langes Exemplar und schwamm zielstrebig an uns vorbei. Neugierig folgten wir ihr und es lohnte sich: die Muräne hatte den toten Kofferfisch entdeckt und machte sich daran selbigen zu verspeisen. Sie schaffte es zwar den Kofferfisch zur Hälfte ins Maul zu schieben hatte aber doch sichtlich Mühe mit seiner massiven "Bauweise". Ein tolles Erlebnis ihren Bemühungen zuzuschauen!

Unser Nachttauchgang in Sataya Corner war die reinste Feuerfischparty. Jede Gruppe hatte im Schein der Lampen zwischen 7 und 10 Feuerfischen während des Tauchgangs dabei, die versuchten im Lampenschein auf Jagd zu gehen. Feuerfische sind ja sehr nett anzuschauen und so viele und zum Teil auch große Exemplare sieht man selten auf einmal. Aber es war dann doch nervig weil sie immer dann, wenn man sich etwas anderes näher anschauen wollte, genau an diese Stelle schwammen, in den Lichtkegel, und das andere Objekt verdeckten! Und man mußte höllisch aufpassen nicht versehentlich einen zu berühren. Das war aber der einzige Nachttauchgang wo die Feuerfische unser Licht zum Jagen ausnutzten. Ob die Kollegen an anderen Riffen dies noch nicht gelernt haben.

Ein weiteres Highlight war das Schnorcheln mit einer großen Gruppe Spinnerdelfine: Während der Mittagspause hatten wir die Chance, mit diesen Säugern zu schwimmen. Natürlich wollten die meisten mit, also ab ins Zodiac, zur Lagune fahren und ins Wasser: Die Gruppe war groß, über 50 Tiere, Jungtiere waren auch dabei. Sie zogen einfach ihre Bahn und ließen sich durch uns nicht stören. Wir kamen teilweise bis auf Armeslänge an die Tiere heran. Als sie sich entfernten, kletterte ein Teil wieder ins Zodiac, wir fuhren ihnen wieder ein Stück entgegen und wieder ging es ins Wasser. Das machten wir solange, bis wir und die Delfine keine Lust mehr hatten. Ein beeindruckendes Erlebnis!

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