Abenteuer Okinawa....

Aufgrund persönlicher Beziehungen kamen 2 Schwarzbachtaucher auf die Idee, auf Okinawa tauchen zu wollen. Schnell wurden Gleichgesinnte gesucht, die sich auf das Abenteuer Tauchen in Japan einlassen wollten. Warum Abenteuer? Im Vergleich zu zum Beispiel Ägypten sind Europäer in Japan, insbesondere Okinawa, Exoten (die Chinesen würden sagen "Aliens"). Die touristische Erschließung Okinawas zielt in erster Linie auf Japaner, wobei bedingt durch die Präsens der Amerikaner auf der ganzen Insel immerhin Straßenschilder auch auf Englisch vorhanden sind und sich vertraute Marken im Supermarkt finden lassen.

Im Laufe des Frühjahrs nahm die Planung konkrete Formen an und im Mai war unsere kleine Truppe komplett und das Reiseprogramm mit Flug, Unterkunft und Tauchausflügen stand fest, dachten wir. Wenige Tage vor unserer feststehenden Abreise begann das Abenteuer: das Hotel war nicht gebucht und angeblich keines zum kalkulierten Preis zu finden. Hier erwies sich unsere deutschsprachige Tauchschule auf Okinawa als Retter: Jan von den Piranha-Divers besorgte uns Zimmer in einer japanischen Pension, sogar mit europäischem Frühstück (denn wer mag schon Delfin mit Algen zum Frühstück).
Durch Jan mit seiner kleinen Tauchschule gestaltete sich unsere Tauchreise von Anbeginn weniger abenteuerlich.

Am 09. Oktober 2010 ging es endlich los. Wir trafen uns am Flughafen, Terminal 2 zum gemeinsamen Einchecken. Das Einchecken begann mit Auschecken vereinzelter Ausrüstungsteile um nicht schon mit Übergepäck loszufliegen. Letzte dringend benötigte Adapter wurden verteilt. Das freundliche Airline- Personal meinte es gut mit unserer Truppe und wollte uns in der Welt verteilen: 5 hatten als Zielflughafen OKA und einer OKI!, wo auch immer das liegt. Mit ein wenig Nachdruck und Udo konnten wir aber dann doch alle zusammen nach OKA, über Shanghai, einchecken.
Die Anreise nach Naha auf Okinawa verlief reibungslos. Alle Taucher kamen mit dem gesamten Gepäck gut an. Hier folgte die erste Schwierigkeit mit der Sprache: wie kann ich Geld am Automaten ziehen, wenn dieser nur japanisch anzeigt? Da ein Teil schon zuhause Geld getauscht hatte (hier ein Dank ein Karl-Heinz für die Abwicklung) beschlossen wir die 2 ohne Geld bis zum Montag, wo die Post wieder auf hat, durchzufüttern. Am Flughafen wurden wir von Jan in Empfang genommen. Erster Eindruck: es ist warm, nach dem kühlen Flug (warum müssen die die Flieger immer in einen Kühlschrank verwandeln, haben die Angst, dass ihre Kunden sonst zu stark altern??) zunächst nicht unangenehm. Aber im Kleinbus wurde es doch recht schnell ordentlich warm. Nach kurzer Zeit erfolgte der erste Stop an einem Supermarkt, es wurde doch Zeit für etwas zu trinken. Und Mückenschutz wurde organisiert, wie sich später herausstellte, war das auch dringend notwendig. Nach gut einer Stunde Fahrt erreichten wir die Pension. Jan spielte Dolmetscher und versprach uns eine Stunde später abzuholen, damit wir die Tauchausrüstung zur Tauchschule bringen und alles Weitere besprechen können. Die Zimmer waren schnell verteilt, da die Zimmergemeinschaften schon zuhause geklärt waren. Die Zimmer stellten sich als einfach aber sauber heraus. Und da sowohl Klimaanlage als auch Kühlschrank vorhanden waren konnte man sich auch damit arrangieren, dass es keinen Schrank gab. Da musste halt das 3. Bett herhalten. An den Fenstern gab es Moskitonetze, das war schon mal gut. Kleine Löcher darin waren dank Leukoplast auch schnell beseitigt.

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