Den ersten Tag verbrachten wir mit dem Akklimatisieren, sprich Schnorcheln am Strand unweit (7-8 Min. Fußmarsch) der Pension und dem Erkunden der Umgebung. Und sofort fanden wir auch Anregungen zur Ergänzung der Ausbildungsregeln in Bezug auf: ich möchte ja etwas sehen und wie bekomme ich möglichst schnell und viele Fische vor die Kamera?
Lösung, ganz einfach. Man installiere einen Futterautomaten auf den Seebrücken ca. 250 Meter vom Ufer entfernt und füttere die Fische an.

Aber dann war es endlich soweit, der erste Tauchtag mit dem ersten Tauchgang stand an. Der von Jan ausgewählte Strand war mit dem Prädikat "einsamer Traumstrand" auszustatten, natürlich nur unweit vom eigentlichen Betrieb, aber insgesamt sehr schön und tatsächlich traumhaft. Der Tauchgang wurde auch als Check – Dive genutzt. Schnell wurde festgestellt, dass die Bleimenge bei einigen noch zu verbessern ist.

So wurden am ersten Tag 2 Tauchgänge absolviert. Der erste über einen relativ bequemen Strandeinstieg, der zweite über einen relativ steilen Abstieg über Felsen (wohl dem, der ordentliches Profil an den Sohlen seiner Füßlingen hatte, aber da wir alle regelmäßig ins Training gehen- kein Problem). Bei den Tauchgängen wurde auch die erste kleine Höhle be- und der erste Canyon durchtaucht. Wir sahen die ersten Seeschlangen (giftig aber sehr hübsch) und gepunktete Büschelbarsche (die ersten von ganz vielen, die es auch in diversen Farbschattierungen gibt, aber immer scheu, wenn man sie fotografieren oder jemand anderem zeigen will.)

Am zweiten Tauchtag ging es das erste Mal aufs Boot. Für den, der nur die großen Safariboote kennt, eine Überraschung: nur eine Minikajüte für die trockenen Sachen, die meisten Tauchflaschen liegen durch Blei gesichert an der Seite, das Gerödel zusammengebaut mittschiffs. Während der Fahrt war alternativ entweder eine Schwimmweste oder Neopren zu tragen. Da die Wetterprognosen für die Folgetage nicht besonders gut erschienen ging es zuerst ganz in den Norden nach Cape Hedo, wo Pazifik und südchinesisches Meer aufeinander treffen. Dies bedingte etwas Strömung während des Tauchgangs, aber die Unterwasserlandschaft war toll und die Nacktschnecken groß. Der zweite Tauchgang des Tages war ein Highlight: Einstieg in eine Tropfsteinhöhle. Abgesehen davon, dass wir beim Einstieg viel zu dicht aufeinanderhingen und uns dann der Wechsel von Salzwasser nach Süßwasser überraschte, war das Auftauchen in der Höhle gigantisch. Richtig hoch mit Stalaktiten in allen Farben. Das Austauchen aus der Höhle ging aber dann sehr geordnet. An der Steilwand haben wir dann noch Nacktschnecken und Putzergarnelen bestaunt. Als Abschluss stand für den Tag noch ein Nachttauchgang als dritter Tauchgang an. Hier durften wir die Kauri-Muschel (die eigentlich eine Schnecke ist) bewundern und uns am leuchtenden Plankton erfreuen.

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