An unserem letzten Tauchtag spielte zum Glück das Wetter morgens mit: zum krönenden Abschluss war die Fahrt zu den Kerama Islands möglich, wo uns in 3 Tauchgängen noch einige Highlights erwarteten. Auf den ersten Blick wirkte der Sandboden dort kahl und trüb. Bei genauerem Hinsehen entpuppte er sich als reichlich bewohnt mit Sandaalen und in Symbiose lebenden Grundeln und Knallkrebsen.

Auf dem Rückweg des ersten Tauchgangs: Die erste Schildkröte!, allerdings etwas unkooperativ. Das änderte sich auf dem zweiten Tauchgang, wo wir mit der nächsten Schildkröte in ca. 8 –10 Metern Wassertiefe einige Zeit zum fotografieren und driften in kaum spürbarer Strömung verbrachten. Über Wasser hatte sich das Wetter zwischenzeitlich rapide verschlechtert. Der als Abschluss geplante Strömungstauchgang fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, es regnete und Seegang kam auf. So wurde umdisponiert und unser letzter Tauchgang unserer Tauchfahrt fand unter Landschutz statt und begann vollkommen unspektakulär. Glücklicherweise ließen wir uns beim Austauchen Zeit. Der Sicherheitsstop war schon erfüllt, der Aufstieg ganz nach oben im Gang als zum krönenden Abschluss noch ein Weißspitzenriffhai vorbeischwamm. Die Rückfahrt nach Okinawa - Ginowan brachte dann zum stärker werdenden Seegang einen sintflutartigen tropischen Regen. Zum Abschied Tauchen im Regen bei + 1 Meter ü. NN.

Da ein Tauchurlaub nicht nur aus Tauchgängen besteht, wurden an den tauchfreien Tagen mit dem Besuch des Peace Memorial Park mit Cornerstone of Peace, Okinawa Peace Hall und dem anschließenden Shopping in Naha sowie dem Besuch des Okinawa Churaumi Aquariums auch Alternativen zum Tauchen genutzt.
Der Peace Memorial Park erinnert an die Opfer der Kämpfe um Okinawa sowie an die Kriegsopfer des Krieges im Pazifik insgesamt.

Beim Okinawa Churaumi Aquarium handelt es sich um das zweitgrößte Seeaquarium der Welt. Hier konnten wir die Großfische und Säuger wie Walhai, Rochen, Mantas, Bullenhai, Delphine und Seekühe, welche jahreszeitbedingt in den freien Gewässern um Okinawa nicht anzutreffen waren, bestaunen.
Als weiteres Kontrastprogramm wurde uns vom Pensionswirt und Gattin ein japanischer Folkloreabend inkl. Japanischer Küche geboten.

Faszinierend war für uns, dass es zwar an nahezu jeder Ecke Getränkeautomaten mit Heiß- und Kaltgetränken (im selben Automaten!) gibt- aber kaum Geldautomaten, die auch andere als japanische Karten akzeptieren. Und wenn man dann einen findet, muss man noch die Betriebszeiten beachten: nur Montag bis Freitag von 8:45 bis 17:00 Uhr! Dafür sind aber die warmen Getränke aus den Automaten so heiß, dass man sie kaum anfassen kann, wie wir beim Genuss von Milchkaffee aus der Dose feststellen konnten.

Viel zu schnell waren 2 Wochen und 20 Tauchgänge vorbei. Die Rückreise stand an.
Als Zwischenstation, wie schon beim Hinflug, wurde Shanghai angeflogen. Der längere Zwischenaufenthalt wurde zur Fahrt mit der Magnetschwebebahn und einem Bummel über die Einkaufsmeile genutzt, bevor es weiter nach Frankfurt ging.

 

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